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title: "FAQs - PROCEED"
url: "https://help.internetx.com/de/server/faq-proceed/"
lang: "de"
section: "Server & Cloud"
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# FAQs - PROCEED

## Grundlegendes

### Was ist PROCEED?

PROCEED ist ein "SSL Offloading" Service von InterNetX. PROCEED stellt SSL-Zertifikate vor dem eigentlichen Webserver bereit. So ist kein weiteres Einbinden von Zertifikaten am Server selbst mehr nötig.

Zudem stellt PROCEED diverse nützliche Erweiterungen und Module bereit, darunter CDN, Caching und Bildoptimierung.

### Kann PROCEED auch für Server genutzt werden, die nicht von InterNetX verwaltet werden?

Derzeit ist PROCEED ausschließlich für Kunden verfügbar, die Domains/SSL und Server über InterNetX beziehen. Für extern gehostete Server kann der Vertrieb für eine Enterprise-Lösung kontaktiert werden: [vertrieb@internetx.com](mailto:vertrieb@internetx.com).

### Kann PROCEED auch für E-Mail-Dienste aktiviert werden?

Nein, das ist nicht möglich. PROCEED unterstützt aktuell keine E-Mail-Dienste, sondern nur Webserver (Port 80 und 443). Mit dem MX-Eintrag lassen sich E-Mail-Dienste auch bei Aktivierung von PROCEED für die Domain weiterhin nutzen.

## Vor der Bestellung

### Was ist bei der Nutzung der Subdomain „Webmail“ zu beachten?

Bei der Login-Seite kommt es standardmäßig zur Mixed-Content-Problematik, da sowohl HTTP- als auch (sichere) HTTPS-Inhalte geladen werden, um die gleiche Seite anzuzeigen. Das Modul „HTTP(s)-Rewrite“ sollte eingebunden werden, um diese Probleme zu verhindern.

### Was ist bei der Nutzung von WordPress zu beachten?

Bei der Verwendung von WordPress kommt es standardmäßig zur Mixed-Content-Problematik, da sowohl HTTP- als auch (sichere) HTTPS-Inhalte geladen werden, um die gleiche Seite anzuzeigen. Das Modul „HTTP(s)-Rewrite“ sollte eingebunden werden, um diese Probleme zu verhindern.

### Was ist zu beachten, wenn für die Website bereits ein SSL-Zertifikat aktiv ist?

Bestehende Zertifikate können auch nachträglich mit PROCEED eingebunden werden: Im Bestellvorgang sollte die Option „vorhandenes Zertifikat“ gewählt und der Private Key hochgeladen werden. Zum Hinzufügen eines neuen SSL-Zertifikats sollte vorab im Plesk das alte Zertifikat deaktiviert werden: Domains -> domain.tld -> Hosting-Einstellungen -> SSL-Zertifikat -> Dropdown-Menü (Nichts ausgewählt)

### Wie können PROCEED und die optionalen Leistungen für Teilbereiche der Website genutzt werden?

PROCEED kann auch für einzelne Subdomains aktiviert werden. Beispielsweise können Medien über eine Subdomain laufen und für diese gezielt Cache oder CDN aktiviert werden.

### Werden standardmäßig Port 80 (http) und 443 (https) ausgewählt?

Aufgrund von Anwendungsfällen, in denen für die Protokolle (http / https) teilweise auch andere Ports verwendet werden (z.B. Java bei Webservern), wird die Auswahl nicht eingeschränkt und kann manuell gesetzt werden.

### Welche Vorteile bietet die PROCEED-Vorlage „Plesk“?

Kunden können das Plesk-Portal mit einer gesicherten Verbindung über plesk.domain.tld erreichen, ohne dass :8443 angegeben werden muss – ideal für Reseller.

## Nach der Bestellung

### Wieso wird die Domain doppelt, unter zwei verschiedenen Nameservern angezeigt?

Beim Aktivieren von PROCEED wird ein Nameserver-Update (ns14 auf ns15) durchgeführt. Hierbei wird die aktuelle Zone von ns14 gecloned und auf ns15 umgeschrieben. Die alte (inaktive) Zone auf ns14 bleibt trotzdem bestehen und kann bei Bedarf gelöscht werden.

### Wie kann PROCEED reaktiviert werden und was ist zu beachten?

Im ISAC-Portal ist in der Übersicht „inaktiv“ die Domain zu finden, für die PROCEED deaktiviert wurde. Im Aktionsmenü unter „Reaktivieren“ werden die entsprechenden Einstellungen, wie Änderung des Nameservers und Einrichten der Einträge (z.B. MX-Record) im AutoDNS, wieder automatisch gesetzt. Die Funktion ist zeitlich nicht eingeschränkt.

### Warum wird die Seite nicht über PROCEED geleitet, obwohl der Eintrag aktiv ist?

Sobald PROCEED für eine Domain aktiviert wird, wird die Zone der Domain auf die PROCEED-Nameserver umgezogen und die jeweiligen Einträge auf die PROCEED-IP geändert. Die neuen Einträge werden erst mit Ablauf der jeweiligen TTL wirksam. Zudem werden bei der entsprechenden Registry der TLD die Nameserver aktualisiert. Diese Update-Zeiten sind unabhängig von der TTL der Domain und können nicht beeinflusst werden; je nach Registry liegen gewöhnlich die Update-Zeiten zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden. Ist PROCEED (ns15) schon für die Zone aktiv, ist das Nameserver-Update nicht notwendig und PROCEED ist nach Ablauf der TTL aktiv.

### Warum erscheint die Fehlermeldung „ERR\_TOO\_MANY\_REDIRECTS“?

Diese Fehlermeldung wird gesendet, wenn eine automatische Weiterleitung von HTTP auf HTTPS im CMS (z.B. WordPress, Joomla oder Typo3) bzw. in PLESK aktiviert wurde. HTTPS im CMS sowie etwaige Weiterleitungen auf HTTPS sollten deaktiviert werden, um dieses Problem zu beheben.

### Warum erscheinen „Mixed Content“ Fehlermeldungen in der Browserkonsole?

Mixed Content liegt vor, wenn neben dem sicheren (https) auch nicht sicherer (http) Inhalt über SSL an den Browser übergeben wird. Dieser unsichere Inhalt entspricht nicht dem Sicherheitsstandard von SSL-Zertifikaten und wird deshalb als „nicht sicher“ angezeigt. Dies würde auch bei manueller Einbindung der SSL-Zertifikate vorkommen. Vor allem bei Content-Management-Systemen (CMS, wie WordPress oder Joomla) bzw. Shopsystemen tritt dies auf, da das Protokoll (http) der URL fest in den Quellcode der Seite implementiert ist.

Das „HTTP(S) Rewrite“ Modul von PROCEED sollte verwendet werden, um dieses Problem zu beheben. Falls Daten von externen Quellen geladen werden (z.B. jQuery oder Bootstrap über CDN), sollte auch das HTTP(S)-Rewrite-Modul für externe Quellen aktiviert werden.

### Warum werden nach Aktivierung von PROCEED keine E-Mails empfangen?

Nach der Aktivierung von PROCEED wird die IP-Adresse der Domain in die PROCEED-IP-Adresse geändert. Sollte kein separater MX-Eintrag vorhanden sein, legt PROCEED automatisch einen neuen MX-Eintrag an. Der entsprechende Eintrag im E-Mail-Client muss angepasst werden. Der neue MX (Mailserver-Adresse) ist in der PROCEED-Aktivierungs-E-Mail zu finden.

### Legt PROCEED automatisch MX-Records an?

Wenn ein MX-Record vorhanden ist, lässt PROCEED diesen bestehen und nimmt keine Veränderungen vor. Falls z.B. für www noch kein MX-Record angelegt war, legt PROCEED automatisch einen Eintrag an, um Fehler zu vermeiden. Der neu angelegte MX-Record zeigt immer auf den Server und nicht auf PROCEED, da Maildienste nicht über PROCEED abgewickelt werden. Laut RFC wird immer der A-Record als MX verwendet, sollte kein MX definiert sein. Da dieser bei PROCEED-Aktivierung verändert wird, legt PROCEED automatisch einen MX mit der ursprünglichen Server-IP an.

### Können IP-basierte Statistiken von Shopsystemen, wie z.B. Shopware, mit PROCEED ausgewertet werden?

Es ist darauf zu achten, dass zur Auswertung etwaiger Statistiken nicht die „Remote-IP“, sondern die Variable „X-Forwarded-For“ aus dem http-Header herangezogen wird.

### Kann PROCEED auch aktiviert werden, wenn über die Domain auch E-Mail-Dienste genutzt werden?

Ja, das ist möglich. Falls noch kein MX-Record (Mailserver-Adresse) vorhanden war, wird dieser von PROCEED automatisch gesetzt. Dieser muss im E-Mail-Client angepasst werden. Der MX-Record (Mailserver-Adresse) ist im AutoDNS im jeweiligen Zoneneintrag und in der PROCEED-Aktivierungs-E-Mail zu finden. Vorhandene MX-Einträge werden übernommen.

### Was ist beim SPF-Record zu beachten?

Der SPF-Record wird von PROCEED nicht beeinflusst. Vorhandene Einträge werden bei der Aktivierung übernommen. Bei Fragen steht der Domainsupport zur Verfügung: [domain@internetx.com](mailto:domain@internetx.com).

## Optionale Zusatzmodule

### Können PROCEED-Module nachträglich aktiviert werden?

Ja, das ist möglich. Alle PROCEED-Module außer CDN können für aktive Einträge über das Aktionen-Menü jederzeit nachträglich aktiviert werden. Die Laufzeit eines Moduls beträgt mindestens vier Wochen.

### Was bewirkt ein aktivierter „Cache“?

Bei aktiviertem Cache (Zwischenspeicher) werden statische Dateien direkt auf den PROCEED-Nodes abgelegt und bei Anfragen von dort und nicht vom Webserver (Origin) versendet. Der Webserver wird dadurch erheblich entlastet, denn er muss nicht immer wieder die gleichen Anfragen beantworten. Durch das Zwischenspeichern werden Webseiten deutlich schneller geladen, was das SEO-Ranking deutlich verbessern kann. Das Caching verwendet den „Google PageSpeed“-Standard.

### Welchen Schutz bietet die Web Application Firewall?

Die Web Application Firewall, kurz WAF, bietet einen Basisschutz gegen sog. XSS (Cross-Site-Scripting) und SQL-Injection-Angriffe. PROCEED überwacht dabei, ob versucht wird, Schad-Content in die Seite einzutragen. Es kommt dabei ein InterNetX Best-Practice-Regelwerk zum Einsatz. Diese Option ist vor allem für Content-Management-Systeme wie z.B. WordPress zu empfehlen.

### Welchen Nutzen bringt das Zusatzmodul „CSS/JS Minify“?

Das Modul „CSS/JS Minify“ entfernt unnötige Zeichen und Umbrüche aus CSS- bzw. JS-Dateien. Bei aktiviertem „CSS/JS Minify“ kann sich das SEO-Ranking deutlich verbessern.

### Welchen Nutzen bringt das Zusatzmodul „Bildkomprimierung“?

Das Modul „Bildkomprimierung“ verkleinert alle statischen Bilddateien (z.B. jpeg, png, etc.) und wandelt sie in das weboptimierte Format WebP um. Dadurch müssen Bilder für die Webseite nicht mehr extra komprimiert werden. Bei aktiviertem CDN werden die statischen Dateien weltweit vorgehalten, wodurch sich die Latenz und Ladezeit der Webseite deutlich verringert. Durch die aktivierte Bildkomprimierung kann sich das SEO-Ranking deutlich verbessern.

### Was bedeutet „HTTP(S) Rewrite“?

Bei aktiviertem „HTTP(S) Rewrite“ werden alle im Quelltext der Seite befindlichen Vorkommnisse von „http“ in „https“ umgeschrieben. Die Installation von zusätzlichen Plugins bei CMS (Content-Management-Systemen) wie WordPress oder Joomla und das Einstellen von HTTPS im CMS ist dann nicht mehr erforderlich.

HTTPS im CMS muss deaktiviert sein, bevor „HTTP(S) Rewrite“ aktiviert wird.
