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FAQ zu S/MIME-Zertifikaten
Wie erfolgt die Verschlüsselung bzw. Signatur der E-Mails?
Die Signatur und Verschlüsselung der E-Mails kann fest in den E-Mail-Clients eingestellt werden. Entsprechende Anleitungen sind in der Installationsanleitung oder auf den Supportseiten des E-Mail-Clients zu finden.
Wie findet der Austausch der Keys statt?
Um die Verschlüsselung zu aktivieren muss zunächst eine signierte E-Mail an den Empfänger geschickt werden, dieser antwortet mit einer von ihm signierten E-Mail. Erst jetzt können beide Seiten verschlüsselte E-Mails an den jeweils anderen Kontakt versenden.
Kann die Verschlüsselung immer eingesetzt werden?
Nur wenn auch der Empfänger ein S/MIME-Zertifikat im Einsatz hat und der gegenseitige Austausch der Keys erfolgt ist, kann eine Verschlüsselung der E-Mails stattfinden.
Ist der Austausch der Keys eine einmalige Sache?
Dieses Vorgehen ist bei allen Kontakten notwendig, wenn hier künftig verschlüsselt kommuniziert werden soll. Jedoch erfolgt der Austausch der Keys nur einmalig mit jedem Kontakt innerhalb der Laufzeit. Hinweis: Der Austausch der Keys muss nach jedem Renewal erneut erfolgen.
Warum kann der Empfänger meine E-Mails trotz Schlüsselaustausch nicht lesen?
Sehr wahrscheinlich liegt ein alter oder falscher Key vom Kontakt vor. Um dies zu beheben, muss der Kontakt UND das gespeicherte Zertifikat aus dem E-Mail-Client gelöscht und danach neu angelegt werden. Somit wird der neue Key gespeichert und das Versenden von verschlüsselten E-Mails funktioniert wieder.
Kann erkannt werden, ob eine E-Mail verschlüsselt bzw. signiert wurde?
Ja, in den E-Mail-Clients wird in der Kopfzeile mit Symbolen angezeigt, ob eine Signatur oder Verschlüsselung vorliegt. Ein Briefkuvert steht für Signatur und ein Schloss für Verschlüsselung der E-Mail. Je nach E-Mail-Client können die Symbole im Aussehen variieren. Durch Klicken auf eines der Symbole werden detaillierte Informationen zum verwendeten Zertifikat sowie zum Inhaber angezeigt.
Warum erscheint beim Versenden einer verschlüsselten E-Mail die Fehlermeldung, dass die E-Mail nicht gesendet werden konnte?
Entweder wurde der Austausch der Keys noch nicht vollzogen oder der Empfänger setzt kein S/MIME-Zertifikat ein.
Was passiert nach der Verlängerung eines S/MIME-Zertifikats?
Das neue Zertifikat muss auf dem E-Mail-Client neu eingespielt werden. Da hier nach der Ausstellung ein neues Schlüsselpaar generiert wurde, ist es zwingend notwendig, den Tausch mit den Kontakten erneut durchzuführen. Hinweis: Der alte Key ist nicht mehr gültig, somit kann ohne vorherigen Austausch der Keys keine verschlüsselte Korrespondenz mehr mit diesem Zertifikat stattfinden. Alte E-Mails können jedoch weiterhin gelesen werden.
Das Zertifikat ist abgelaufen. Können noch verschlüsselte E-Mails gelesen werden?
Ja, zumindest wenn der Key des Versenders während der Gültigkeit des eigenen S/MIME-Zertifikats gespeichert wurde. Mit neuen Kontakten kann kein Austausch des Schlüssels erfolgen
und somit auch keine verschlüsselte E-Mail angenommen werden.
Wie kann geprüft werden, ob das Zertifikat korrekt installiert wurde?
Wenn das Zertifikat korrekt installiert wurde, ist dieses im Zertifikats-Verzeichnis des E-Mail-Clients zu sehen. Das S/MIME-Zertifikat muss im Zertifikatsordner „Personal“ oder „Eigene Zertifikate“ liegen.
S/MIME-Zertifikat nicht mehr vorhanden – was nun?
Ohne Backup des Zertifikats ist die Neuausstellung eines S/MIME-Zertifikats notwendig. Nach dem Reissue (Neuausstellung) gilt die gleiche Vorgehensweise wie nach einem Renewal. Ein Backup des Zertifikats wird dringend empfohlen. Eine Anleitung hierzu ist im Regelfall auf den Supportseiten des E-Mail-Clients zu finden.
Wie kann ich das Zertifikat zusätzlich auf weiteren Geräten nutzen?
Bei der Erstinstallation des Zertifikats muss die Option gesetzt werden, dass der Private Key exportierbar ist.
Ist es möglich ein S/MIME-Zertifikat auf mehreren Rechnern, z. B. Workstation und Laptop, zu verwenden?
Ja, das Zertifikat kann auf mehreren Geräten verwendet werden. Dazu muss das komplette Zertifikatspaket inkl. des Root-Zertifikats exportiert und anschließend auf den anderen Geräten importiert werden. Entsprechende Anleitungen sind auf den Supportseiten des E-Mail-Clients zu finden.
Wie lange ist der Zeitraum in dem ich mein S/MIME-Zertifikat abholen kann?
Nach erfolgreicher Ausstellung des S/MIME-Zertifikats ist es bis zu 30 Tage möglich, das Zertifikat erstmalig abzuholen. Nach diesem Zeitraum kann ein neuer Link zum Abholen bei der CA beantragt werden. Hierzu bitte mit der Order ID direkt an den Support der CA wenden.
Was tun, wenn das Passwort zur Abholung ein GlobalSign S/MIME-Zertifikats vergessen wurde?
In diesem Fall muss der bestehende Auftrag abgebrochen und die Order neu platziert werden. Hierzu bitte an den Support wenden.
Bitte beachten, dass bei Bulk Aufträgen (Reissue und Renew) das jeweils bei der Registrierung vergebene Passwort gültig bleibt und keine neuen Passwörter definiert werden können.
Im Single Modus kann jedoch jederzeit ein neues Passwort für beide Auftragsarten vergeben werden.
In dem ausgestellten Zertifikat sind Daten fehlerhaft. Wie können die Daten korrigiert werden?
Sobald der Auftrag bei der Certificate Authority (CA) eingegangen ist, ist eine Anpassung der Daten nicht mehr möglich. Der Auftrag muss abgebrochen und neu eingestellt werden.
Hierzu bitte an den Support wenden.
Wie bzw. wo erhalte ich nach der Ausstellung mein S/MIME-Zertifikat?
Grundlegend gilt: das Zertifikat bzw. der Link zum Download des Zertifikats wird immer an die E-Mail-Adresse geschickt, für die das Zertifikat bestellt wurde. Es ist nicht möglich, das Zertifikat an eine andere E-Mail-Adresse zu versenden.
Ich erhalte die E-Mail zur Bestätigung/Abholung nicht. Was kann ich tun?
Das Mail-Konto auf externe Erreichbarkeit überprüfen. Zudem sollten die Einstellungen von Firewall, Spam-Filter etc. geprüft werden. Es empfiehlt sich immer, die Domains/Adressen der entsprechenden CAs ins White-Listing einzutragen.
Kann das S/MIME-Zertifikat für die Signierung von Dokumenten verwendet werden?
Ja, dabei werden die Signaturen z. B. vom Adobe Reader usw. als nicht vertrauenswürdig eingestuft. Um dies zu umgehen, empfehlen wir die Verwendung eines „echten“ Document Signing-Zertifikats, z.B. von GlobalSign.
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